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Schon als 13-Jähriger beschäftigte sich Felix Klieser zum ersten Mal mit dem Horntrio von Johannes Brahms (1833–1897). Damals war er noch Jungstudent an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Er besorgte sich mehrere Aufnahmen, darunter auch eine mit dem Hornisten Peter Damm. Später lernte er diesen bei einem Meisterkurs in Dresden kennen.

"Schnell war zu erkennen, dass Felix außerordentlich talentiert ist. Er entlockte dem Horn einen weichen, warmen Klang, einen ausgeprägten romantischen Hornton", lobt der ehemalige Hornist der Sächsischen Staatskapelle Dresden im Booklet-Text des neuen Albums "Horn Trios" von Felix Klieser, die am 29.09.2017 auf dem Label Berlin Classics erscheint.

"Das Trio von Brahms ist die Krone dieser Werke überhaupt", so Peter Damm. Auch Felix Klieser teilt diese Überzeugung und wollte somit weitere, vielleicht sogar unbekannte Literatur aus der Gattung Horntrio finden. Er stieß auf den französischen Komponisten Frédéric Nicolas Duvernoy (1765–1838), der Hornist an der Pariser Oper war, sowie auf den Fauré-Schüler Charles Koechlin (1867–1950) und den in Mannheim geborenen und von den Nationalsozialisten verfolgten Robert Kahn (1865–1951).

Somit entstand eine Zusammenstellung, die fast 100 Jahre Entstehungsgeschichte des Horntrios umfasst und die Felix Klieser wieder einmal seinem Ziel einen Schritt näher bringt: das Horn als farbenfrohes und tief romantisches Instrument in den Mittelpunkt zu stellen. "Ich freue mich, Sie auf eine neue Reise durch die Welt des Horns einladen zu dürfen", eröffnet er sein persönliches Vorwort im Booklet des Albums.

Doch natürlich braucht ein solcher Plan auch kongeniale Kammermusik-Partner. Felix Klieser hat sie gefunden: Am Klavier der herausragende und sehr feinsinnige Herbert Schuch, an der Violine der ukrainische ARD-Preisträger Andrej Bielow. "Für uns war es eine großartige Erfahrung, diese zum Teil zum ersten Mal gespielten Stücke kennenzulernen und damit eine spannende Kammermusikbesetzung zu erforschen", sagt Felix Klieser. Die drei Musiker kennen sich schon viele Jahre. Noch bevor sie in unterschiedlichen Besetzungen miteinander musizierten, besuchte Felix Klieser als junger Student Kurse der beiden 10 und 12 Jahre älteren Musiker.

"Horn Trios" ist die dritte Aufnahme von Felix Klieser. Für sein Debüt-Album "Reveries" (2013) mit romantischer Musik für Horn und Klavier erhielt er den ECHO Klassik als "Nachwuchskünstler des Jahres", im Jahr 2015 veröffentlichte er die Einspielung "Horn Concertos" mit Werken von Joseph und Michael Haydn, sowie W.A. Mozart, zusammen mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter Ruben Gazarian. Im selben Jahr wurde er mit dem Leonard-Bernstein-Award des Schleswig-Holstein Musikfestivals ausgezeichnet.

Sein Buch "Fußnoten – Ein Hornist ohne Arme erobert die Welt" (2014, Patmos Verlag) wurde inzwischen, anlässlich seiner Tourneen, ins Japanische und Chinesische übersetzt.

Mit dieser neuen Aufnahme bestätigt Felix Klieser all diejenigen, die ihm schon früh ein großes Talent zugeschrieben, die ihn gefördert und die immer an ihn geglaubt haben. Der junge Schüler ist längst selbst zum Meister geworden.

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