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"Sehr fleißig war ich in dieser ganzen Zeit – mein fruchtbarstes Jahr war es", schreibt Robert Schumann 1849 in einem Brief an Ferdinand Hilller. So entstanden auch die 3 Romanzen für Oboe und Klavier op. 94 in dieser Zeit, Robert überreichte sie seiner Frau Clara als Weihnachtsgeschenk. Und die Wahl auf die Oboe war keinesfalls zufällig, der Komponist liebte das Instrument.

Die französische Oboistin Céline Moinet präsentiert auf ihrer neuen Aufnahme "Schumann Romances" eine Auswahl an Stücken, die von Schumann selbst für die Oboe geschrieben oder aber eigens für dieses Instrument bearbeitet wurden. "Ich habe mir erlaubt, einige Werke für mein Instrument zu transponieren, doch bereits die Oboisten zu Schumanns Lebzeiten hatten sein Oeuvre für sich entdeckt", so die Künstlerin. "Der Oboist Emilius Lund (1830–1893) hat die 3 Romanzen op. 94 im Gewandhaus Leipzig im Jahr 1863 mit Carl Reinecke am Klavier aufgeführt. Er selbst hat damals 'Träumerei' und 'Am Kamin' aus den Kinderszenen (1838) für die Oboe bearbeitet und publiziert."

Und auch Clara Schumann hat Romanzen (op. 22) geschrieben, die wiederum im Original von Violine und Klavier interpretiert worden sind, sich aber sehr gut und einfach für die Oboe arrangieren lassen. Und nicht zuletzt gibt es eine wunderbare Bearbeitung von Theodor Kirchner der Robert Schumann‘schen Studien für den Pedalflügel op. 56, welche die Oboe, Violoncello und Klavier zusammenführt.

Schumanns Lieder sind wahre musikalische und lyrische Perlen, die mit der Stimme der Oboe eine ganz eigene Färbung erhalten. Und auch wenn der Text in dieser Version für Oboe und Klavier fehlt – kommt die Poesie auch so zum Ausdruck. Eine vertonte Liebeserklärung: "Mein schöner Stern! ich bitte dich, / Nicht senk' herab zur Erde dich, / Weil du mich noch hier unten siehst, / Heb' auf vielmehr zum Himmel mich, / Mein schöner Stern, wo du schon bist!"

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