Biographie

Als besonders vielseitige Künstlerin sticht Ragnhild Hemsing unter Norwegens aufstrebenden Talenten hervor. Seit ihrer Kindheit ist sie tief mit der reichen Volkstradition ihres Heimatlandes Norwegen verbunden. Dies ermöglicht es ihr, als eine der ersten Künstlerinnen die typischen Elemente der norwegischen Volksmusik und der klassischen Musik auf jugendliche, frische und vollkommen moderne Weise erfolgreich miteinander zu verbinden. Mit nur 14 Jahren debütierte Ragnhild sowohl beim Bergen Philharmonic Orchestra als auch beim Trondheim Symphony Orchestra mit Mendelssohns Violinkonzert. Seitdem hat sie mit allen renommierten norwegischen Orchestern gespielt.

Ihr umfangreiches Repertoire an klassischen Solowerken für Violine ergänzt sie mit unbekannteren, komplexen Werken für die traditionelle Hardangerfiedel. Die Saison 2020/21 markiert den Beginn der exklusiven Zusammenarbeit Ragnhild Hemsings mit dem CD Label Berlin Classics. Ihr Debüt-Album bei Berlin Classics wird als Koproduktion mit dem WDR Ende August 2020 aufgenommen und Anfang 2021 veröffentlicht: Gemeinsam mit Mario Häring am Klavier und Benedict Klöckner am Cello gewährt sie in einem Rezital-Programm mit Werken von Edvard Grieg, Johan Halvorsen, Ole Bull, Sven Nyhus, Johan S. Svendsen und traditioneller norwegischer Folk Music auf der Hardanger Fiedel tiefe Einblicke in ihre norwegischen Wurzeln. Hemsings letztes Album Northern Timbre erschien 2017 beim Label 2L. Zusammen mit dem Pianisten Tor Espen Aspaas interpretiert sie darauf Werke von Grieg, Sibelius und Nielsen.

Ihr Album YR – benannt nach einem Stück des norwegischen Komponisten Lasse Thoresen, das von Ragnhild Hemsing 17 Jahre nach seiner Entstehung aufgeführt und eingespielt wurde – wurde von der internationalen Presse begeistert aufgenommen. Die Spielzeit 2020/21 ist u.a. geprägt von Auftritten als Solistin mit großen deutschen und internationalen Orchestern wie dem Norwegian Radio Orchestra, dem Münchner Symphonie Orchester, dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode, der Staatskapelle Weimar und dem Göttinger Symphonie Orchester. Zudem ist Ragnhild Hemsing bei mehreren bedeutenden Festivals wie den Weilburger Schlosskonzerten, dem Hohenloher Kultursommer, dem fränkischen Sommer und dem MDR Musiksommer zu Gast. Mit dem Pianisten Mario Häring spielt sie unter anderem in Cully in der Schweiz.

Ragnhild Hemsings Aufnahme von Halvorsens Fossegrimen op. 21 mit dem Bergen Philharmonic Orchestra und Neeme Järvi erhielt von der internationalen Fachpresse großen Zuspruch. Seit dieser Aufnahme verbindet die Beiden eine enge Zusammenarbeit. Neeme Järvi lud die junge Künstlerin unter anderem ein, im Februar 2012 beim Estonian National Symphony Orchestra zu debütieren. Weitere wichtige Debüts der letzten Jahre umfassen u.a. Konzerte mit den Göteborger Symphonikern, der NDR Radiophilharmonie Hannover, dem MRD-Sinfonieorchester (Kristjan Järvi), den Nürnberger Symphonikern, dem Philharmonischen Orchester Freiburg, dem Residenzorchester Den Haag, dem Philharmonischen Orchester Tampere (Santtu-Matias Rouvali), dem Belgischen Nationalorchester, den Düsseldorfer Sinfonikern, sowie Auftritte im Kennedy Center in Washington D.C., in der Tonhalle Düsseldorf, der Tonhalle Zürich, beim Beethovenfest Bonn, dem Risør Chamber Music Festival und bei den Schwetzinger SWR Festspielen, in der St. Petersburger Mariinsky Concert Hall, beim Bashment Festival Omsk und dem Moravian Autumn in Brno. Nach ihrem erfolgreichen Debüt beim Beethovenfest Bonn 2013 erhielt Ragnhild Hemsing den renommierten Beethoven-Ringpreis, der vom Verein "Bürger für Beethoven" vergeben wird.

2013 gründete Ragnhild Hemsing mit ihrer Schwester Eldbjørg Hemsing das „Hemsing Festival“, welches die Beiden seitdem gemeinsam leiten. Das Kammermusikfestival findet jedes Jahr im Februar in ihrer Heimatstadt Aurdal/Valdres statt. Mehr Informationen finden Sie unter: www.hemsingfestival.com. Ragnhild Hemsing wurde 1988 im Herzen Norwegens geboren. Mit fünf Jahren begann sie Geige zu spielen. Sie studierte am Barratt Due Musikinstitut in Oslo und anschließend bei Professor Boris Kuschnir in Wien. Sie spielt auf einer von Francesco Ruggeri (Cremona, 1694) gebauten Violine, einer Leihgabe der Stiftung Dextra Musica.

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