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31. Jul

Iveta Apkalna veröffentlicht das Intermezzo aus Viernes 3. Orgelsinfonie

Wirft man einen Blick auf die Harmonik, fallen bei Vierne die chromatischen Passagen ins Auge, die bei Widor, dessen klarere Tonsprache im 20. Jahrhundert bald als rückständig galt, fehlen. „Die Chromatik führt ins Ungewisse. Man verliert den Halt und den Schwerpunkt, das ist bei Widor anders“, schildert Iveta Apkalna. Die von Franck auf den Weg gebrachte und von Widor geprägte Form der Orgelsinfonie führte Vierne zu ihrem Höhepunkt. Das Intermezzo mit Scherzocharakter ist mehr als nur ein Zwischenspiel und bewegt sich harmonisch angereichert am Rande der Tonalität.

Mit „Organ Symphonie No.3, Op. 28: III. Intermezzo“ von Louis Vierne wirft Iveta Apkalna einen weiteren Blick auf die unendlichen klanglichen Möglichkeiten an der Zwillingsorgel des National Kaohsiung Center for the Arts (Weiwuying) und ihr neues Album „Widor & Vierne“, das am 18. September bei Berlin Classics erscheint.