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28. Feb

“Jonny” – Asya Fateyevas Zeitreise in die “Goldenen Zwanziger”

Asya Fateyeva hat bereits zwei Alben bei Berlin Classics veröffentlicht – doch ihr neues Album "Jonny" ist anders. Verbunden mit dem ernsthaften Thema der verfemten Musik der 1920er Jahre hat die überragende Saxophonistin ein Album voller Emotionen, voller strahlender Momente aber auch voller Ernsthaftigkeit geschaffen, welches die Klänge der damaligen Zeit neu erstrahlen lassen.

„Für das Saxophon passen keine Vaterlandslieder, weshalb es sich draußen keiner Beliebtheit erfreut“, konstatierte Erwin Schulhoff im Jahre 1925. Und er sollte Recht behalten. Die zunehmende Politisierung setzte den „Roaring Twenties“ bald ein Ende, und der Begriff des „Kulturbolschewismus“ trat an die Öffentlichkeit. Der Musik wurde eine nationalistische und rassistische Bedeutung zugesprochen, die von den NS-Propagandisten genutzt wurde, um ihr politisches Programm in der Alltagswelt der Bürger geschickt zu inszenieren. Der Faschismus brachte auch eine Wende in der Geschichte des Saxophons: Zweifel an seiner Seriosität wurden laut. Der Jazz geriet zunehmend in Verruf. Seine Gegner stießen sich an seiner Internationalität und seiner Nähe zum Vergnügungsgewerbe, sahen in ihm eine Bedrohung bürgerlicher Anstandsmoral und abendländischer Kultur.

Wer selbst eine musikalische Zeitreise in die wilden 1920er Jahre erleben möchte, sollte sich das neue Album "Jonny" von Asya Fateyeva anhören, welches ab sofort als CD, Download und im Stream verfügbar ist!