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26. Apr

Pictures – die Welt zwischen zwei Händen

Das Akkordeon kann man ohne Zweifel als eines der am meisten unterschätzen Instrumente der Musikwelt bezeichnen. Von der Quetschkommode mit Straßenmusik-Schlagern in überfüllten Innenstadtstraßen bis zu Humptata-Musik auf der Alm – ungerechtfertigte Klischees und ein falsches Bild eines aufregenden Instruments. Nikola Djoric durchbricht diese Vourteile.

Auf seinem Debütalbum "Pictures" bei Berlin Classics widmet er sich zwei großen russischen Meistern: Modest Mussorgsky und Pyotr Ilyich Tchaikovsky. Seine Herangehensweise ist dabei sehr einfach. "Ich spiele genau das, was in den Originalnoten steht." Keine Arrangements, sondern alles, wie es Mussorgsky und Tchaikovsky notierten. Es ist dieses Spannungsfeld – originaler Notentext auf neuem Instrument – in dem sich Nikola Djoric bewegt und mit dem er Puristen wie Experimentelle in Staunen versetzt.

Er stellt seine persönliche Sicht sowohl auf die Bilder als auch auf die Musik vor. Dabei ist es ihm ein Anliegen, jedem Zuhörer einen persönlichen Zugang dazu zu gewähren. Djoric ist überzeugt: "Wenn Mussorgksy und Tchaikovsky dieses Instrument besser gekannt hätten, wären sie begeistert davon gewesen." Wir sind es auch.

Das Album ist ab heute überall erhältlich.