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Einmal mehr überrascht und begeistert Ragna Schirmer: Mit ihrer nun vorliegenden jüngsten Veröffentlichung erweitert sie ihren Horizont - oder vielmehr den Horizont, vor dem das Publikum sie sieht, um eine für manchen Hörer vielleicht unerwartete Fassette: Ihre Darbietung von Frédéric Chopins Etüden op. 10 steht in puncto technischer Brillanz und leidenschaftlicher Feurigkeit den Aufnahmen der jüngeren Vergangenheit in nichts nach. Mühelos kann sie mit Nikolai Lugansky, Garrick Ohlsson oder Boris Berezovsky mithalten, wird sie doch sowohl den erheblichen spieltechnischen Problemen als auch dem musikalischen Gehalt der Stücke vollauf gerecht.


Anders als die genannten Kollegen füllt Ragna Schirmer den Rest der Aufnahme jedoch nicht mit Chopins zweitem Etüdenzyklus op. 25, sondern bietet mit John Coriglianos "Etude Fantasy" sowie seiner "Fantasia on an Ostinato" einen interessanten Kontrast. Der 1938 in New York geborene Corigliano, seit 1991 Dozent an der Juilliard School und im Jahre 2001 Gewinner des Pulitzer Preises, entfaltet in seinen 1976 bzw. 1985 entstandenen Klavierstücken eine nicht sehr "moderne", gleichwohl einfallsreiche und vor allem sehr ausdrucksstarke musikalische Sprache, wobei er die technischen Möglichkeiten des Klaviers sowohl in virtuoser als auch in expressiver Art umfassend erkundet.

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