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Die 24 Préludes beschreiben den wohl bekanntesten Zyklus des impressionistischen Komponisten Claude Debussy. Die Kompositionen sind voller Zauber, Poesie und Malerei. Seine Aufforderung, "mit dem Pedal zu atmen", ist wie geschaffen für Friedrich Gulda. Die Anschlagskunst des im Jahr 2000 verstorbenen Pianisten entlockt den Werken Debussys genau das, was sich der Komponist gewünscht hat: laute Stellen werden geradezu brachial umgesetzt, Pianissimo-Passagen wirken so intim und nah, dass der eigene Herzschlag wie ein Trommelfeuer wirkt. Dies machte Hans Georg Brunner-Schwer im Februar 1969 zum Anlass, eine Aufnahmeserie mit Friedrich Gulda über die Werke von Debussy zu beginnen. Sie nahmen zusammen mit Produktionsleiter Willi Fruth im MPS Tonstudio Villingen unter anderem die 24 Préludes des Komponisten auf. 100 Jahre nach dem Tod des Komponisten (25. März 1918 in Paris) soll diese Aufnahme nun nochmal das großartige Schaffen wiederbeleben. Um der geforderten Perfektion gerecht zu werden, erscheint die Aufnahme auch in höchster Tonqualität auf audiophiler Vinyl.

Gulda, der Rebell unter den Pianisten, teilte eine große Bewunderung für Debussys Musik. Schon in den 1940er Jahren bewies er mit den Aufnahmen von "L’isle joyeuse" und "Reflets dans L’eau" sein untrügliches Gespür für die Musik des Komponisten. Der Pianist setzte sich sehr stark mit den harmonischen Auslotungen Debussys auseinander, sodass man beispielsweise in Guldas Eigenkomposition "The Air from other Planets" eine Verwandtschaft in der Harmonik heraushört. Die intensive Beschäftigung einerseits mit dem Jazz und andererseits mit dem Schaffen von Claude Debussy befruchtete Guldas Schaffen gleichermaßen, sodass sie sich auf die Interpretation der Préludes besonders in rhythmischer Hinsicht auswirkte und der Aufnahme Referenzstatus verleiht.

Auch die bevorzugte Mikrofonierung nahe den Saiten bestärkten zuletzt Debussys Anforderungen. Unter der Produktionsleitung von Willi Fruth und Hans Georg Brunner-Schwer wird die gewollte Intimität verstärkt, dass man am besten einige dieser Stücke unter vier Augen spielen sollte. Diese Aufnahmen wurden nun von dem auf audiophile Aufarbeitung und Restauration spezialisierten Mastering Engineer Christoph Stickel rein analog und höchst behutsam restauriert und remastert, sodass der einmalige Klang der Aufnahme, der stark im Zusammenhang mit der Interpretation Guldas steht, erhalten bleibt. Die Produktion wird auf audiophilen 180 Gramm Virgin Vinyls und CD neu aufgelegt. Ein Referenzprodukt!