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Suitners Mozart-Aufnahmen mit der Sächsischen Staatskapelle entstanden größtenteils, nachdem er seine dortige Leitungstätigkeit im Sommer 1964 beendet hatte, um wegen besserer Arbeitsmöglichkeiten in gleicher Position an die Berliner Staatsoper zu wechseln. „Ich habe viele Aufnahmen betreut – selten war die Durchführung so unkompliziert. Es war alles so zwanglos und unbelastet. Wir spürten immer die Freude am Musizieren“, erinnert sich der Produzent Heinz Wegner. Dabei war Suitners Mozart stilistisch alles andere als beliebig: „Natürlich hatte er eine Konzeption, und er wusste sie so umzusetzen, dass seine Interpretationen, wie durch geheimnisvolle Kräfte bewirkt, stets ein besonders 'natürliches' Hörerlebnis prägten. Ich habe das nie, was Mozart betrifft, bei einem Dirigenten so erlebt.“


Der große Erfolg Otmar Suitners als Chefdirigent der Staatskapelle Dresden fasziniert bis heute. Wenig verheißungsvoll waren damals die kulturpolitischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für dieses traditionsreiche Orchester, was die Qualitäten des neuen Mannes am Pult und seiner Musiker umso eindrucksvoller unter Beweis stellte. Selten hat ein junger Dirigent die in ihn gesetzten Erwartungen so glänzend erfüllt. Als er 1960 mit gerade 38 Jahren sein Amt antrat, war wohl kaum vorauszusehen, dass man über ein halbes Jahrhundert später gerade auch die Erinnerung an seine Mozart-Einspielungen regelmäßig pflegen würde.

Produzent Heinz Wegner: „Wie von Zauberhand aktiviert entstand, was wir hier hören. Wenn er Mozart dirigierte, geschah unter seinen Händen etwas, wo man dachte: Das ist es, was Mozart ausmacht.“

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