Informationen

Kurt Sanderlings kongenialer Schostakowitsch

Eine der bedeutenden Sinfonien von einem der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts – die 5. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch ist ein sinfonisches Meisterwerk, welches bis heute Bestand hat. In der Interpretation von Kurt Sanderling fand es eine kongeniale Umsetzung, die auch der Komponist selbst als gültig bestätigte.
Barbara Sanderling, Kontrabassistin des Berliner Sinfonie-Orchesters (heute Konzerthausorchester Berlin) von 1961 bis 1986 und Ehefrau des Dirigenten Kurt Sanderling, verweist darauf, dass die Fünfte Sinfonie in besonderem Maße „Teil seines Lebens“ war. Er hatte die erste Wiederaufführung des Werkes nach dem erneuten „Scherbengericht“ (im Hinblick auf Schostakowitschs Musik) von 1948 dirigiert. Beim BSO setzte er die Sinfonie erstmals im Oktober 1961 und danach über zwanzig Jahre lang immer wieder aufs Programm, bevor die hier dokumentierten Aufnahmetermine stattfanden. Barbara Sanderling konnte miterleben, wie ihr Mann als Chefdirigent – gestützt auf den „Alters- und Erfahrungsbonus durch seine Vita“ – ein nicht für möglich gehaltenes Verständnis für diese Musik erreichen konnte. Es war eine glückliche Fügung, dass Schostakowitsch „ausdrücklich bestätigte, was Kurt Sanderling aus der Musik gelesen hat“.

Original Cover

Original BackCover

News

  • Ansicht