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Richard Wagner begab sich als Zwanzigjähriger mit Feuereifer an die Komposition seiner Gozzi-Oper Die Feen – schon 1834 war sie fertig, doch keiner wollte sie haben! Mit dem Liebesverbot, einer wirklich gelungenen komischen Oper nach Shakespeares Maß für Maß, brachte er es dann immerhin bis zur Uraufführung, am 29. März 1836 im Magdeburger Stadttheater. Doch bereits die zweite Vorstellung musste abgebrochen werden – weil sich die Beteiligten auf offener Bühne in die Haare geraten waren, allerdings wegen eines privaten Konflikts, nicht etwa wegen der Qualitäten der neuen Oper. Der Schaden blieb überschaubar, weil sich auch nur drei Besucher zur zweiten Aufführung eingefunden hatten. Kleinere Geister hätten wohl aufgegeben, aber Wagner wusste, dass er es nur richtig anstellen musste, um zu einem ernstzunehmenden Opernkomponisten zu werden.

Er war ein echter Wanderer zwischen den Welten: in New York geboren, studierte Hiroshi Wakasugi in Tokio und wurde gleich nach dem Examen an das berühmte NHK-Sinfonie-Orchester verpflichtet. Von 1982 bis 1991 hatte er einen Gastvertrag mit der Staatskapelle Dresden. In dieser für ihn besonders glücklichen Zeit entstanden die hier wieder vorgelegten Einspielungen. Kritiker rühmten seinerzeit, dass „das schwere Blech der Staatskapelle in der Tannhäuser-Ouvertüre“ so grandios geklungen hätte wie zuletzt unter Fritz Busch – 1932. Richard Wagners selbsternannte „Wunderharfe“ von der feinsten Seite.

Wagners Ouvertüren & Vorspiele von „Der fliegende Holländer“, „Tannhäuser“, „Rienzi“ & „Lohengrin“ (1. & 3. Akt).