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"So weit meine persönliche Erinnerung reicht, höre ich die Stimme meiner Mutter. Die Lieder abends am Bett, über die ich einschlief, gaben Trost und klingende Geborgenheit" erinnert sich Helge Burggrabe.

Burggrabe hat sich europaweit als Komponist zeitgenössischer Kirchenmusik etabliert. Für sein Berlin Classics Debüt "Hagios" begibt er sich auf eine Spurensuche nach der geheimnisvollen Kraft des Gesangs, die ihn seit seiner Kindheit begeistert und findet jahrhundertealte Melodien.


Mönche aller Glaubensrichtungen versenken sich seit jeher im Gesang um Ruhe und Frieden zu finden. Ein Erbe, das in der antiken jüdischen Musik wurzelt. Das sogenannte "Psalmodieren" – das gemeinsame Singen von Psalmen und Bibeltexten – bildet ebenso die Grundlage für die Entwicklung der Form des gregorianischen Chorals, wie für Gebetsgesänge der orthodoxen Liturgie oder Taizé Gesänge der Gegenwart.

Für die Liedersammlung "Hagios" hat Burggrabe Melodien all dieser Traditionen verarbeitet. Der namensgebende Gebetsgesang Hagios ho Theos ( "Heilig bist du, Gott" ) entstammt der orthodoxen Liturgie und beschreibt die Funktion der historischen Gesänge in ihrem Kern: Das Singen dieser klingenden Gebete kann als heilig und heilend empfunden werden. So eröffnen auch Burggrabes Kompositionen einen imaginären Raum, der zum Innehalten, Träumen und Nachdenken einlädt. Oft werden auch Erinnerungen an romantische Lieder wach, wenn sich das Vokalensemble Elbcanto und Pianist Christof Fankhauser mit sphärischer Leichtigkeit in die teilweise kanonartig angelegten Stücke vertiefen. Dabei reicht das musikalische Spektrum von "Hagios" von andächtiger Stille bis zum kraftvollen Jubelgesang und vermittelt den Zuhörern jene "klingende Geborgenheit", die Burggrabe in den Liedern seiner Kindheit gefunden hat.

Helge Burggrabe wurde 1973 in Magstadt geboren und hat bereits als Kind nach Herzenslust gesungen. Sein Durchbruch als Komponist gelang ihm nach dem Ende seines Studiums in Hamburg mit dem Marienoratorium Stella Maris zur 1000-Jahrfeier in der Kathedrale von Chartres im Jahr 2006. Jüngst wurde Lux in Tenebris, ein Auftragswerk anlässlich des 1200-jährigen Jubiläums des Bistums Hildesheim, uraufgeführt.


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