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Seit ihrer Eröffnung im Januar 2017 ist die Elbphilharmonie Hamburg das kulturelle Wahrzeichen der Stadt. Der lettischen Organistin Iveta Apkalna ist sie zur neuen musikalischen Heimat geworden, denn Apkalna musiziert als Titularorganistin regelmäßig in der Elbphilharmonie und kennt die spektakuläre Klais-Orgel im Großen Saal wie kaum ein anderer Künstler. Berlin Classics präsentiert nun die Welterstaufnahme eines Solo-Programms an der Elbphilharmonie-Orgel mit Titularorganistin Iveta Apkalna: "Light & Dark".

Das von Apkalna zusammengestellte Programm beinhaltet stark osteuropäisch geprägte Musik. Im Zentrum steht das titelgebende Werk Hell und Dunkel der in Russland geborenen und nahe Hamburg lebenden Komponistin Sofia Gubaidulina. Ein weit gespanntes Klangpanorama − in höchsten Tönen flirrende Figurationen und tief-statische, dunkle Cluster-Wolken − zeigt die große klangliche Bandbreite des Instruments. Daneben sind auf dem Album Werke weiterer Komponisten vertreten, die Iveta Apkalna geprägt und sie teilweise persönlich auf ihrem musikalischen Weg begleitet haben: Leos Janáček und sein Postludium aus der Glagolitischen Messe, die drei Évocations von Apkalnas französischem Organisten-Kollegen Thierry Escaich, die beiden Etüden für Orgel von György Ligeti, die Passacaglia der Oper Lady Macbeth von Mzensk von Dmitri Schostakowitsch und zwei Werke ihrer Landsleute Aivars Kalējs und Lūcija Garūta. Der Titel des Albums Light & Dark verweist nicht nur auf die Extreme. Denn wenn auch eine Orgel schwarze und weiße Tasten hat und der schwarze Spieltisch in die "Weiße Haut" der Elbphilharmonie eingebettet ist: Musik besteht nicht nur aus Kontrasten, sondern auch aus Zwischentönen. "Diese Orgel kann alles! Sie ist warm und rund, mit vielen schönen Grundtönen, die von überall und aus der Tiefe kommen. Dieser Klang umarmt die Leute", so Iveta Apkalna nach der allerersten Probe an dem Instrument.

Die 4.765 Pfeifen der viermanualigen Orgel aus dem Hause Johannes Klais Orgelbau erstrecken sich über fünf Publikumsränge des Großen Saales und sind perfekt in die einzigartige Architektur der Elbphilharmonie eingebaut. Einige Pfeifen können von den Besuchern angefasst werden, und die hier besonders großporige Struktur der "Weißen Haut" ermöglicht Blicke ins Innere der Orgel, deren Pfeifenmaterial sich auf einem 15 mal 15 Meter großen Raum ausbreitet. Eine weitere Besonderheit der Elbphilharmonie-Orgel ist das Fernwerk, das im Reflektor hoch über der Bühne angebracht ist. Rund 25.000 Stunden arbeiteten etwa 45 Orgelbauer am Instrument. Dabei war ihr Ziel, "die Menschen mit einem Musikinstrument zu erreichen, welches in modernem Gewand überrascht, Körper und Seele berührt und in der seefrischen Hansestadt mit der Wärme eines harmonischen Klangbades aufwartet", wie Bernd Reinartz und Philipp Klais die Herangehensweise an dieses Projekt beschreiben. Das mit dem "harmonischen Klangbad" ist durchaus wörtlich zu nehmen: Die größte, über 10 Meter lange Pfeife klingt mit 16 Hertz (16 Schwingungen pro Sekunde) tiefer, als der Mensch zu hören in der Lage ist. Ihr Klang ist eher als dumpfes Brummen wahrnehmbar. Die renommierte Werkstatt aus Bonn entwickelte ihr OPUS 1871 auch im Hinblick auf die Präsentation zeitgenössischer Musik.

Zeitgenössisches Repertoire, gespielt auf einem zukunftsweisenden Instrument − das passt ausgezeichnet zu Iveta Apkalnas Mission, die Orgel als Instrument auch außerhalb des kirchlichen Kontexts weiter zu etablieren. Zahlreiche Uraufführungen zeugen von ihrer Begeisterung für zeitgenössische Musik. Seit Iveta Apkalnas Konzert mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Claudio Abbado war sie mit führenden Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra und dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Leitung bedeutender Dirigenten wie Mariss Jansons, Sir Antonio Pappano, Gustavo Dudamel, Marek Janowski, Kent Nagano oder Peter Eötvös zu erleben. Im März 2018 wurde sie in ihrer Heimat gleich zweimal mit dem "Latvian Grand Music Award" ausgezeichnet, und zwar in den Kategorien "Musikerin des Jahres" sowie "Konzert des Jahres". Der "Latvian Grand Music Award" ist die höchste musikalische Auszeichnung Lettlands.


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