Komponisten
Modest Mussorgsky Tchaikovsky
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Erschienen am
26.04.2019
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Das Akkordeon kann man ohne Zweifel als eines der am meisten unterschätzen Instrumente der Musikwelt bezeichnen. Von der Quetschkommode mit Straßenmusik-Schlagern in überfüllten Innenstadtstraßen bis zu Humptata-Musik auf der Alm – ungerechtfertigte Klischees und ein falsches Bild eines aufregenden Instruments. Nikola Djoric ist kein Künstler, der diese Vorurteile durchbrechen will. Das hat er schlichtweg nicht nötig und passiert ganz automatisch.

 

Für ihn liegt die Welt zwischen seinen Händen, wenn er das von Knöpfen übersäte Instrument vor seiner Brust hat. Die zwei Knopfgrifftastaturen auf jeder Seite entsprechen dem Tonumfang von je einem Klavier. Durch die schwingende Bewegung des Balgs kann der Ton wie bei einem Cello behandelt werden. Dazu kommen die durch Luft in Bewegung gesetzten Metallzungen und die verschiedenen Register bei Bass und Diskant. Nikola Djoric fasziniert, dass das Akkordeon Eigenschaften von Tasten-, Streich- und Blasinstrument in sich vereint. Und diese nutzt er, um die klanglichen Bilder des Programms komplett zu kolorieren.

Auf seinem Debütalbum bei Berlin Classics widmet er sich zwei großen russischen Meistern: Modest Mussorgsky und Pyotr Ilyich Tchaikovsky. Seine Herangehensweise ist dabei sehr einfach. "Ich spiele genau das, was in den Originalnoten steht." Keine Arrangements, sondern alles, wie es Mussorgsky und Tchaikovsky notierten. Es ist dieses Spannungsfeld – originaler Notentext auf neuem Instrument – in dem sich Nikola Djoric bewegt und mit dem er Puristen wie Experimentelle in Staunen versetzt.

Er stellt seine persönliche Sicht sowohl auf die Bilder als auch auf die Musik vor. Dabei ist es ihm ein Anliegen, jedem Zuhörer einen persönlichen Zugang dazu zu gewähren. Djoric ist überzeugt: "Wenn Mussorgksy und Tchaikovsky dieses Instrument besser gekannt hätten, wären sie begeistert davon gewesen."

Komponisten
Modest Mussorgsky Tchaikovsky
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26. Apr

Pictures – die Welt zwischen zwei Händen

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