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Concerto Köln, berühmt für aufsehenerregende Repertoire-Entdeckungen, entreißt mit dieser Neuaufnahme die französischen Sinfonien des Komponisten Henri-Joseph Rigel (1741–1799) der Vergessenheit. In vielfältiger Weise spiegeln diese Werke eine revolutionäre Zeit wider, in der sich bei allen Umwälzungen auch ein reges bürgerliches Konzertleben entwickelte.


Bei den neuartigen "Concerts spirituels" spielte Rigel, der im Jahr 1767 aus Deutschland nach Paris kam, eine bedeutende Rolle und konnte dem Stil der Zeit eine Facette hinzufügen, die beim Pariser Publikum sehr gut ankam. Hört man seine Symphonien, von den Kölnern wie gewohnt aufregend musiziert, erscheint es kaum nachvollziehbar, warum diese Musik heute nahezu unbekannt ist. Besonders erstaunlich daran ist die Vielfalt an Stimmungen und Farben, die von einem bloßen Erfüllen konventioneller Formen meilenweit entfernt ist.

Diese Kreativität Rigels transportiert Concerto Köln mit unnachahmlicher Überzeugungskraft und stellt damit ein in jeder Hinsicht frisches Repertoire zur Diskussion.

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