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Robert Schumann und seine C-Dur-Fantasie, Franz Liszt und seine h-Moll-Sonate: zwei singuläre Schöpfungen, die in der Klavierliteratur ihresgleichen suchen – zwei grundverschiedene Komponisten, die sich diese Werke jedoch gegenseitig gewidmet haben.


Die Verbindung der 200. Geburtstage beider Komponisten in den Jahren 2010 und 2011 bilden also nur den äußeren Rahmen innerer Verbindungen, die für die Entstehung dieser Neuaufnahme entscheidend waren. Im Booklet-Interview äußert Lars Vogt sich folgendermaßen: "Hier sind zwei Genies am Werk, die sich besonders in diesen Werken absolut in keinen Rahmen pressen lassen und dabei offensichtlich alles sprengen, was da war und sein wird. Wie die Schumann-Fantasie den Hörer förmlich anspringt, mit einer irrsinnigen Emotionalität und eng beieinander liegenden Kontrasten, und wie Liszt in der Sonate die ganze Form neu erfindet und darin Dinge aussagt, die jedes Musikstück eigentlich sprengen, weil im Prinzip wirklich die Seele verstörend: Ich glaube, in Ihrem visionären Wurf haben sie eine gewisse Verwandtschaft."

Ein Pianist vom Format eines Lars Vogt vermag diesen Worten auch Taten folgen zu lassen, und so legt er mit seinem emphatischen wie transparenten Spiel vielschichtige Gefühlsebenen und Strukturen offen, verdeutlicht, ohne zu demonstrieren, und führt den Hörer in einzigartige romantische Tiefen und Höhen.