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Russisches Repertoire liege ihr zur Zeit besonders, da habe sie einen sehr persönlichen Zugang, so Claire Huangci. Und das nicht nur wegen des virtuosen Feuerwerks, das die zierliche Pianistin ebenso beherrscht, sondern vor allem wegen des Reichtums an Bildern und Gefühlen. Wer die junge Amerikanerin chinesischer Abstammung im Konzert erlebt hat, kann dies leicht nachvollziehen.


Bei ihr ist eine besondere Energie spürbar, kraftvoll und beweglich zugleich, mit der sie noch das kleinste Detail aufmerksam und wendig ausphrasiert oder wundervolle Bögen spannt. Kein Wunder also, daß sie sich für ihr CD-Debüt mit dem Titel "Sleeping Beauty" für Musik von Tschaikowsky und Prokofjew entschieden hat: Die ausgewählten Ballettbearbeitungen von "Dornröschen" und "Romeo und Julia" kommen der jugendlichen Frische der Anfang Zwanzigjährigen sehr entgegen.

Kleine Charakterstücke erzählen die Handlungen beider Ballette nach, märchenhafte Bilder und große Leidenschaften entfalten sich auf engstem Raum. Daß es sich dabei um hochvirtuose Klavierliteratur handelt, ist für sie eher Nebensache. Claire Huangci liebt es vor allem, die Miniaturen mit ihrer Farbpalette zu kolorieren, immer mit dem ursprünglichen Klang des Orchesters im Ohr. Eben so, wie auch die meisten Hörer etliche der Melodien kennen, sie aber anhand von Claires Aufnahme nun wieder ganz neu entdecken.


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