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Erschienen am
30.10.2020
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Trompeter Matthias Höfs gibt auf seinem neuen Album „The Trumpets of Matthias Höfs“ einen Einblick in seine private Trompetensammlung. Im Laufe seiner Karriere hat er nicht nur eine große Menge an modernen Trompeten, sondern auch historische Modelle angesammelt, teilweise rekonstruiert und sogar neue Bauweisen vorangetrieben. „Schon immer hat mich die gigantische Vielfalt der Trompeteninstrumente fasziniert“, sagt Höfs. „Es gibt kaum ein Instrument, dass so vielseitig im Klang und Ausdruck ist verbunden mit dieser enormen dynamischen Bandbreite und Möglichkeiten.“ In Zusammenarbeit mit dem Bremer Blasinstrumentenhersteller Thein Brass entstand so über die Jahre eine Schatzkiste mit über 30 verschiedenen Instrumenten, die Matthias Höfs für dieses Album öffnet. Mittlerweile spielt er ausschließlich auf den von ihm mitentwickelten Trompeten. „Wir versuchen die Intonation immer weiter zu verbessern und die Physik dabei auszutricksen, die Klangeigenschaften unterschiedlichster Materialien und Legierungen zu erproben und die Instrumente noch leichter spielbar zu machen. Jedesmal ist es wie Weihnachten für mich, wenn das Instrument dann frisch glänzend für die ersten Konzerte zur Verfügung steht. Für mich ist das ein großes Glück, diese Möglichkeiten zu haben. Wenn dann auch noch Komponisten sich dafür interessieren und für spezielle Instrumente komponieren, ist das fantastisch!“

Die Anfänge des Albums sowie Höfs‘ Geschichte der Trompete liegen im Barock und in Händels berühmtester Trompetenarie „The Trumpet Shall Sound“. Trotz der wenigen Naturtöne der Barocktrompete gestaltet Händel eine stimmige musikalische Aussage. Mit einer seltenen Klappentrompete brilliert Matthias Höfs in Haydns Trompetenkonzert, in dem der Komponist besonders im 2. Satz interessant mit den lauten Natur- und leisen Klappentönen spielt. Die Besonderheiten des Kornetts zeigt Höfs in einer Bearbeitung von Glazunovs Albumblatt (1899) auf, und mit seinen Kollegen von German Brass, mit denen er seit Jahrzehnten um die Welt tourt, lässt er die Aida-Trompete in Verdis Triumphmarsch erschallen. Ebenso mit German Brass führt er die sogenannte Piccolo-Ventiltrompete in Hoch-B/A vor, deren Wendigkeit gerade dazu einlädt, die Melodien zu verzieren. Die einzigartige Kombination von Harfe und Diskanthorn, später Piccolotrompete, wird in Matthias Höfs‘ Bearbeitung der „Pavane pour une infante défunte“ vorgestellt, in der die Klangvorstellung Ravels in eine Miniatur übertragen wird.

Mit drei Werken des 20. Jahrhunderts begibt sich Höfs ins Hier und Jetzt: Skalkottas‘ Concertino für Trompete und Klavier und André Jolivets Concertino für Trompete, Klavier und Streicher nutzen die Möglichkeiten moderner Trompeten vollständig aus. Abschnitte mit marschartigen Formeln, Triolenzungen, zarte Lyrik und packende Steigerungen bis in die höchsten Höhen – ein Kompendium aller notwendigen technischen Elemente zur Beherrschung des Instruments. Wolf Kerscheks „Poem for Matthias“ für Flügelhorn, Jazz Trio und Streichquartett, dessen durch ausdrucksstarke Jazzelemente angereicherte, ruhige Melodiebögen die weichen Elemente des Flügelhorns zur Geltung bringen, bilden den Abschluss dieses spannenden Albums.

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Erschienen am
30.10.2020

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