Künstler
Chamber Choir of Europe Francesca Lombardi-Mazzulli Valer Barna-Sabadus
Komponisten
Antonio Vivaldi Biagio Marini Dietrich Buxtehude Giovanni Battista Pergolesi Giovanni Felice Sances Hafiz Post Heinrich Schütz Iakovos Nafpliotis Marc Antoine Charpentier Michael Praetorius Sheikh Mesut Efendi Yakupzade Mehmet Bey
Informationen
Genre
Barock
Erschienen am
20.09.2013
Informationen

Mit den Vorgängeralben "Baroque oriental" und "Café" sowie zahlreichen Konzertauftritten hat sich das Pera Ensemble einen Namen für die musikalische Verbindung von Morgen- und Abendland gemacht. Hierbei viel mehr zu bieten als reizvolles, aber letztlich willkürliches "Crossover", ist das Verdienst des Ensembleleiters Mehmet Yesilcay, der sich bei seinen Konzepten von den gemeinsamen geschichtlichen Wurzeln inspirieren lässt. Die entstehenden Kombinationen von ansonsten entfernten Klangwelten wird so zur Einfühlung in Verbindungen, die es in vergangenen Jahrhunderten womöglich tatsächlich – etwa auf den Straßen östlicher Mittelmeerhäfen – gegeben haben könnte.


Das Album "Trialog" betritt neues, religiöses Terrain, und auch hier gibt es eine gemeinsame, abrahamitische Wurzel, durch welche die verschiedenen Glaubensrichtungen sich letztlich auf ein und denselben Gott beziehen. Aus diesem Grunde wird in "Trialog" neben dem Christentum und dem Islam auch jüdische Musik einbezogen. Wer ein lebendiges Bild für dieses Miteinander sucht, schaue nach Istanbul, das seit über 1000 Jahren ein Schmelztiegel ist – und Wiege der Kulturen war: Byzanz als Zentrum christlichen Glaubens und später Hauptstadt des osmanischen Reiches, das auch die sephardischen Juden nach ihrer Vertreibung aus Spanien Ende des 15. Jahrhunderts aufnahm.

Im Booklet beschreibt Mehmet Yesilcay seine Klang gewordenen Inspirationen folgendermaßen: "Eine Welt, in der Worte nicht mehr ausreichen, wo Worte nicht mehr notwendig sind. Musik für den EINEN, der die Sprache des Herzens spricht: Barockes Gottesverständnis und Sufimusik. Aramäische Kirchenlieder und byzantinsche Chöre. Sephardisches Gebet, ein Halleluja und armenische Sakral-Musik. Orientalische Instrumente erklingen zu Vivaldi, ein barockes Klangbild zu Sufimusik. – Das Zentrum für die verschiedenen musikalischen Richtungen ist immer dasselbe: ein musikalisches Credo, ohne Grenzen und Konfessionen."
Das Bewußtsein, das aus dieser Erfahrung resultiert, führt zu einem vertieften Ideal kultureller Begegnung, das Yesilcay so formuliert: "Keine Integration im Sinne von Assimilation. Dem vermeintlich Fremden auf Augenhöhe und Respekt begegnen. Mut machen, Schranken im Kopf überwinden und gemeinsam neue Wege wagen, denn je länger man vor der Tür des Anderen stehen bleibt, desto fremder wird man sich. So wollen wir mit Musik aus der Geschichte lernen und uns den Herausforderungen unserer Tage stellen."

Dementsprechend stellen die klangliche Vielfalt und das Aufgebot an Musikern die vorherigen Produktionen des Ensembles, das hier mit diversen Solisten und mehreren Chören musiziert, weit in den Schatten. Ein umfangreiches und ästhetisch gestaltetes Booklet mit wertvollen Begleitinformationen und vielen Bildern geben dem visionären Inhalt die angemessene Form – ein Kleinod für alle Menschen mit offenen Ohren und Herzen.


Künstler
Chamber Choir of Europe Francesca Lombardi-Mazzulli Valer Barna-Sabadus
Komponisten
Antonio Vivaldi Biagio Marini Dietrich Buxtehude Giovanni Battista Pergolesi Giovanni Felice Sances Hafiz Post Heinrich Schütz Iakovos Nafpliotis Marc Antoine Charpentier Michael Praetorius Sheikh Mesut Efendi Yakupzade Mehmet Bey
Informationen
Genre
Barock
Erschienen am
20.09.2013

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