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Auf dem Berlin Classics Debüt "Wild Territories" entwickelt die ECHO-prämierte "klassische Band" Spark ihren ganz persönlichen Sound zwischen Post-Klassik, Minimal Music und Avantgarde konsequent weiter. Mit Mut und ungezügelter Spielfreude erobern die fünf jungen Musiker musikalisches Neuland und erwecken einen wild wuchernden Klangkosmos zum Leben, der sich vom Mittelalter bis in die Gegenwart rankt.

Ein klarer Schwerpunkt liegt auf der Moderne: Die Komponisten Kenji Bunch, Chiel Meijering, Kamran Ince und Johannes Motschmann haben Spark aufregende, neue Klänge auf den Leib geschrieben. Jedes der ausgewählten Stücke ist auf seine Art ungebändigt und wild - sei es im Gestus, in der Klanglichkeit oder durch rhythmische Komplexität. Der Amerikaner Kenji Bunch arbeitet mit kühnen Harmonie-, Rhythmus- und Motivschichtungen. In der permanenten gegenseitigen Überlagerung der Stimmen spiegeln sich Kämpfe um die Vormachtstellung in der Natur wieder. Chiel Meijering beschwört in "Silver Falls In The Heart Of The Forest" eine mystisch-melancholische Naturszenerie herauf und macht in seinen übrigen Kompositionen eine urwüchsige Energie unmittelbar erlebbar. Diese explosive Kraft setzt sich nahtlos in Vivaldis Concerto "alla rustica" und Telemanns "Concerto in e-Moll" fort. Spark verdeutlicht damit, dass musikalische Wildheit als zeitloses Phänomen auf allen Ebenen und in allen Epochen ihren Ausdruck findet.

Als Brücke zwischen Alt und Neu, den barocken und den modernen Werken, verwendet Spark die stürmisch-romantische Klangsprache der "Songs In Other Words" aus der Feder des türkisch-amerikanischen Komponisten Kamran Ince. Der Titel bezieht sich auf Felix Mendelssohns Lieder ohne Worte. Diese gibt der mit dem Lili Boulanger Memorial Prize ausgezeichnete Ince in seinen eigenen, radikal neuen Worten wieder. Gekonnt verschmilzt er in den sechs kurzen Sätze die Klangsprache des großen deutschen Frühromantikers mit türkischer Folklore und amerikanischem Minimalismus. Am Ende der Erkundungen wilder Territorien steht das Werk Encore des Berliner Komponisten Johannes Motschmann, mit dem das Album in einem technoiden Klangrausch verhallt.

"Wild Territories" bringt die Flötisten Andrea Ritter und Daniel Koschitzki, Geiger Stefan Glaus, Cellist Victor Plumettaz und Pianist Mischa Cheung nicht selten an den Rand des technisch Machbaren. Doch genau darin liegt der Reiz für Spark: Sich austoben, die Funken sprühen lassen, Schranken überwinden und so intensiv wie möglich mit sich selbst und den Zuhörern in Berührung kommen. Willkommen in den wilden Territorien von Spark!

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